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Geschichte Höfleins:
Die früheste Nennung des Ortes stammt
aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Um 1140
stand hier bereits eine Kirche und der Ort
wurde damals "St. Margarethen"
genannt. 1465 wurde in Höflein die
erste Schule gegründet, welche sich
im Pfarrhof befand. 1529 drangen die Türken
nach Wien vor, das sie belagerten aber nicht
einnahmen. Viele zogen weiter nach Norden
und plünderten und brandschatzten den
gesamten Ort. Die Bewohner flüchteten
in die Wälder und Auen und blieben
dort, bis die Türken wieder abgezogen
waren. 1679 bis 1681 wütete die Pest
in Höflein. Kaum war die Pestepedemie
vorbei kamen 1683 wieder die Türken
und belagerten Wien und Höflein. Wieder
mussten sich die Bewohner Höfleins
in den Wäldern verstecken. Die im Ort
zurückgebliebenen wurden entweder getötet
oder in die Sklaverei verschleppt. Am 10.
September 1683 zog Herzog Karl von Lothringen
mit dem Entsatzheer längs der Donau
teilweise über Höflein nach Klosterneuburg
und weiter nach Wien. Nach dem Abzug der
Türken wurden im Ort die beschädigten
Häuser wieder aufgebaut, doch blieb
er mit ca. 30 Bauernhäusern klein.
Am 21.10. 1775 war ein schrecklicher Tag
für Höflein. In einem Haus (Nr.
31) brach ein Feuer aus, das schnell um
sich griff und 16 Häuser sowie die
Kirche in Mitleidenschaft zog. 1809 fielen
die Franzosen in Österreich ein und
verschonten auch Höflein, bei ihrem
Marsch auf Wien, nicht.
Im Jahr 1868 wurde im Raum Höflein
mit dem Bau der "Kaiser Franz Josefs
Bahn" begonnen der 1870 abgeschlossen
wurde. Im Rahmen der Donauregulierung (1885)
wurde in Höflein zwischen dem Bahndamm
und dem Strom ein breiter Streifen an Land
aufgeschüttet. Von 1892 bis 1938 gehörte
Höflein zum politischen Bezirk Tulln.
Im ersten Weltkrieg musste Höflein
die 300kg schwere Glocke für Kriegszwecke
abliefern. Die Haltestelle der Bahn wurde
wegen Kohlenmangels geschlossen.
1929 war ein besonders kaltes Jahr. Die
Temperaturen fielen auf bis minus 27 Grad
C. Auf der Donau bildete sich ein Eisstoß
der sich im Laufe des Monats bis Melk schob.
Die Eisdecke war so dick, dass beladene
Pferdewagen die Donau überqueren konnten.
Am 15. 10.1938 verlor Höflein durch
den Anschluss an "Groß Wien"
seine Selbständigkeit und bildete mit
Klosterneuburg und anderen Randgemeinden
den 26. Wiener Gemeindebezirk. Im Winter
1940 gab es abermals so tiefe Temperaturen,
dass sich auf der Donau wieder ein Eisstoß
bildete.
1945 maschierten die Russischen Truppen
in Höflein ein und verliesen es erst
wieder 1946 da die Kommandatur nach Klosterneuburg
verlegt wurde.
Im Juli 1954 führten langanhaltende
Regenfälle zum größten Donauhochwasser
seit dem Jahre 1501, das sich im Sommer
2002 in ähnlich verherendem Ausmaß
wiederholte.
aus: "Klosterneuburg - Geschichte
und Kultur" Band 2 (gekürzt)
Ortsvorsteher von Höflein:
Ing. Manfred Hoffelner, Schulg. 7, 3421
Höflein, Tel: (+43)2243/ 444-315, Sprechstunden:
Fr 17.30-18.30h
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